Spielberichte

Zum Nachholspiel des 5. Spieltags empfing der TSV Staffelbach die SpVgg Lauter. Beide Mannschaften konnten in den letzten Wochen einige Punkte holen. Die gut 120 Zuschauer konnten sich auf ein packendes Match freuen. Die Anfangsphase fand auf Augenhöhe statt. Beide Teams versuchten Ruhe in die
Aktionen zu bringen. Klare Torchancen waren jedoch bis zum 0:1 Treffer Mangelware. In der 25. Spielminute konnte nach einem Freistoß TSV Verteidiger
Reuß den Ball nur noch per Kopf verlängern. Zum Leidwesen der Staffelbacher fiel diese Verlängerung genau neben den Pfosten ins lange Eck. Danach war der TSV im Spiel angekommen und machte Druck aufs Lauterer Tor. Das 1:1 fiel folgerichtig ebenfalls nach einem Freistoß. Kapitän Reinhardt zog den Ball aufs kurze Eck, Torhüter Auer sah durch die tiefstehende Sonne nicht viel und ließ das Spielgerät abprallen. Schug agierte am schnellsten und köpfte ein. Danach hatte Staffelbach weiterhin gute Gelegenheiten das Spiel zu drehen. Auer klärte zweimal im 1:1, erst gegen Schug und später gegen Schwarzmann, glänzend. Lauter hatte zu diesem Zeitpunkt nicht viel vom Spiel, zeigte aber absolute Effizienz. In der 40. Minute erzielte die SpVgg die erneute Führung. Spielertrainer Ribeiro spielte sich im 16erfrei, legte quer auf Schmitt, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. So ging es etwas überraschend mit 1:2 in die Pause.
Nach der Pause schien zunächst der Gast die wachere Mannschaft zu sein. Der TSV musste Feldspieler Eck als Torhüter bringen. Umso mehr Zeit von der Uhr ging umso offensiver wurde Staffelbach, weshalb Lauter viele Räume in der Tiefe bekam. Diese Räume wurden nur halbherzig bespielt. Folglich blieb es bei der dünnen Führung. Eine Schlüsselszene entstand nach ca. 70 gespielten Minuten als Schwarzmann den Ball am Fünfmeterraum an Helmschrott vorbei legte, dieser ihn ohne Chance auf das Spielgerät abräumte und der Schiedsrichter sogar die Pfeife für den fälligen Elfmeter in den Mund nahm. Aus unerklärlichen Gründen pfiff er doch nicht. Danach agierte die Heimelf nochmals offensiver und Lauter kam zu guten Möglichkeiten die Entscheidung herbeizuführen. Doch Schmitt und später Ribeiro scheiterten am starken Ersatzkeeper Eck. In der 80. Minute verlängerte Schug eine Flanke auf Schels. Dieser legte den Ball schön an den herausstürmenden Keeper Auer vorbei. Doch auf der Linie stand ein SpVgg-Verteidiger, der den Ausgleich verhinderte. Kurz vor Spielende parierte Auer noch einen Schug Kopfball stark und in der 90. Minute einen Flachschuss von Schwarzmann. Jedoch blieb es beim Stand von 1:2.

Nachdem der TSV in den letzten Wochen entgegen aller Erwartungen eine kleine Serie starten konnte und Punkte sammelte mit denen man nicht unbedingt rechnen musste, wäre auch heute gegen einer der Top Mannschaften der KK1 mehr drin gewesen. Die gezeigte Leistung, Wille, Einstellung und Moral waren wie so oft in dieser Saison sehr gut, worauf sich immer mehr aufbauen lässt. Mit diesem Einsatz wird man es weiterhin vielen Favoriten schwer machen. Am Sonntag kommt es zum nächsten Duell gegen eine hoch gehandelte Mannschaft aus Mürsbach. Lauter trifft auf den Aufsteiger FC Oberhaid 2. "Wir wünschen unserem Gast aus Lauter weiterhin viel Glück für die Saison".

Kollektiver Untergang der Rothosen ab Hälfte 2

Im heutigen Kreisklassen-Duell empfingen die Reds die SpVgg Lauter auf dem Kunstrasen des Gaustadter Sportzentrums. Schon nach fünf gespielten Minuten zappelte das Spielgerät im ASV-Kasten. Vorausgegangen war mal wieder ein Ballverlust in den eigenen Reihen, sodass Dennis Lang für die Gäste abschließen konnte. In den darauffolgenden Minuten war die SpVgg Lauter ganz klar der Herr im Ring, beflügelt von der schnellen Führung gelang den Jungs um Spielertrainer Dinis Ribeiro fast alles. So wie in der 19. Minute, als Hertlein schön auf Zellmann ablegte und dieser sich nicht lange bitten ließ, als er das Leder zum 0:2 in die Maschen nagelte. Rabbie Khalil scheiterte zwei Minuten später mit der ersten nennenswerten Chance für die Reds an Keeper Marco Auer (21.). Gaustadt kam nun etwas besser ins Spiel und hatte zwei gute Möglichkeiten durch Akyol und Khalil, den möglichen Anschlusstreffer zu erzielen (27./28.). ASV-Keeper Lang fischte in der 30. Minute die Murmel aus dem rechten Giebel von Ribeiro. Die Gäste drückten weiterhin auf die Tube und Torsteher Lang durfte sich in der 37. Minute gleich zweimal hintereinander auszeichnen und verhinderte somit einen noch höheren Rückstand für sein Team (37.). Giovanni Dommarco erzielte nach 44 Minuten den Anschlusstreffer für die Reds. Murat Savage hatte den Ausgleich auf dem Schlappen, doch Gäste-Keeper Marco Auer hatte die Prankenausgefahren und rettete die Gästeführung in die Kabine (45.). Nach der Pause versenkte Dennis Lang im zweiten Versuch aus dem Gewühl heraus das Leder im ASV-Kasten (47.). Keine drei Zeigerumdrehungen später chippte Lukas Schöpplein einen Freistoß genau auf den Kopf von Dennis Lang, der einfach nur noch einnicken musste (50.). Wieder drei Minuten später setzte Dinis Ribeiro einen Freistoß zentral aus 20 Metern ins ASV-Tor (53.). Wer jetzt dachte, der ASVGaustadt würde sich aufgeben, wurde eines Bessern belehrt. Die Rothosenversuchten ihr Heil in der Offensive, doch der finale Abschluss fehlte. Die SpVggLauter machte es besser, als Philipp Zellmann mit der sechsten Bude für die Gästejubelnd abdrehte (65.). Dennis Lang durfte an diesem Tag seine vierte Kirsche nachguter Vorarbeit von Dinis Ribeiro erzielen (71.). Dinis Ribeiro scheiterte im Alleingang an Keeper Lucas Lang. Der Spieler des Tages, Dennis Lang, ließ noch zwei Hundertprozentige liegen, somit wurde es nicht zweistellig für den einstigen Landesligisten ASV Gaustadt (81./82.). Christoph Schmitt tütete mit seinem Treffer zum 1:8 den hochverdienten Dreier für die SpVgg Lauter ein (88.). Die Reds aus dem Bamberger Westen kamen ab der zweiten Hälfte gewaltig unter die Räder und sollten sich in den nächsten anstehenden Paarungen in der Leistung steigern, ansonsten droht man, als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelt zu werden. Schiedsrichter Udo Freisinger (VfR Kirchlauter) hatte diese torreiche Kreisklassenbegegnung jederzeit im Griff und hat sich die Note 2 verdient.

 

Nervenkrimi an der Lauter

Am heutigen Spieltag wartete mit der SpVgg Ebing eine schwer zu knackende Nuss auf die Elf der SpVgg Lauter. Ebing ging von vornherein als haushoher Favorit in die Partie und hatte bis dato alle Spiele gewonnen. Bei der SpVgg Lauter hingegen ließen die Leistungen zuletzt durchaus zu wünschen übrig. Dennoch war es klare Zielsetzung, dem Gast heute die ersten Punkte abzuluxen. Hierzu verlief die Partie jedoch in der ersten viertel Stunde denkbar ungünstig. So stand es bereits nach 16 Minuten 0:3 für Ebing. Den Toren waren zuvor jeweils individuelle Fehler in der Lauterer Hintermannschaft vorangegangen, die von den Gästen eiskalt bestraft wurden. Schneiderbanger, Landgraf und Hubatschek waren es, die die Treffer für Ihre Elf markierten. Dennoch war es nicht etwa so, als hätte Ebing in dieser Phase spielerisch das Geschehen dominiert. Die Lauterer Elf war im Grunde von Beginn an präsent auf dem Platz und so auch immer wieder gefährlich im Spiel nach vorne. Arthur Leibrandt setzte in der 25. Minute die erste klare Duftmarke mit einem satten Schuss aus gut 20 Metern an die Querlatte. Durchaus hätte der Unparteiische auch 2-mal auf Strafstoß für die SpVgg Lauterentscheiden können, eine Pfeife blieb jedoch stumm. In der 41. Minute setzte sich dann der gute Lauterer Rechtsverteidiger Stefan Helmschrott nach vorne durch und fand mit seiner präzisen Flanke in Dennis Lang den optimalen Abnehmer, der per Kopf auf 1:3 verkürzte. Lauter nun bis zum Halbzeitpfiff deutlich am Drücker. So traf Spath in der 44. noch aus 25 Metern den Außenpfosten. Glück hier für Ebing. Nach dem Seitenwechsel dann ein unverändertes Bild. Ebing stelle objektivbetrachtet nach der viel zu frühen Führung im Spiel den Spielbetrieb ein und tat sich somit zunehmend schwerer, den Lauterer Angriffen Stand zu halten. In der 57. Minute dann flankte der Lauterer Lukas Schöpplein auf Christoph Schmitt, der halb im Fallen das Leder mit der Innenseite zum verdienten 2:3Ausgleichstreffer einnetzte. Ebing nun noch deutlicher unter Druck. In der 75.Minute dann war es wieder der quirlige Schmitt, der durch seine gekonnte Vorlage das 3:3 einleitete. Dennis Lang vollendete schließlich und die Partie war nun vollends gedreht. Die Letzen Spielminuten hatten es jedoch nochmals in sich. Zuerst hielt der Lauterer Keeper Auer seine Elf mit einer überragenden Parade im Rennen, als er einen sauber getretenen Freistoß von Skalischus aus dem Winkel fischte. Anschließend erzielte Lukas Schöpplein den viel umjubelten 4:3 Führungstreffer für die Lauterer Elf. Die Vorlage kam von Spielertrainer Ribeiro. Hier waren bereits 91 Minuten auf der Uhr. Jedoch gelang den Ebingern noch in der 94. Minute durch Schneiderbangerder Ausgleichstreffer, nur Sekunden bevor Schiedsrichter Thomas Popp dem Spektakel ein Ende setzte und die Partie abpfiff. Alles in Allem ein verdienter Punktgewinn für die SpVgg Lauter und eine moralisch herausragende Leistung nach einem 0:3 Rückstand. Hierauf kann weiter aufgebaut werden.

AUFGEBOT/SPIELSTENOGRAMM

SpVgg Lauter: Auer M. 1,7, Auer C. 2,2,Helmschrott 2,2, Leibrant A. 2,2, Helmschrott S.2,0, Spath J. 2,2, Schöpplein 2,2, Lang D. 2,2,Schmitt C. 2,3, Ribeiro 2,2 / Eckert, Schmitt, Reich,Leibrant D., Müller A. (24.)

SpVgg Ebing: Gonzalez 2,1, Schneiderbanger 2,4,Landgraf 1,6, Bleil C. 2,5, Betz Sebas. 2,4,Eiermann Fl. 2,6, Skalischus 2,5, Büttner 2,3,Hubatscheck 2,4, Leisgang 2,5, Schmauser 2,5 /Tempel, Schad 3,0 (48.), Landgraf Ja. 3,0 (60.),Hennemann 3,0 (64.)

Tore: 0:1 Schneiderbanger (5.), 0:2 Landgraf (9.,Skalischus), 0:3 Hubatscheck (17., Büttner), 1:3 Lang D. (42., Helmschrott S.), 2:3 Schmitt C. (58.,Schöpplein), 3:3 Lang D. (77., Schmitt C.), 4:3 Schöpplein (91., Ribeiro), 4:4 Landgraf (94., Büttner)

Gelbe Karten: Schöpplein (84.), Leibrant A. (90.+1) /Bleil C. (45.)

Zeitstrafen: - / Skalischus (40.)

Zuschauer: 150 | Schiedsrichter: Thomas Popp

 

Achterbahn des Tages:

"Dann bin ich in Lauter etwas lauter geworden"(Spielertrainer Dominik Stöhr nach der Partie gegen Lauter)

Beinahe wäre die SpVgg Ebing trotz eines 3:0-Vorsprungs mit leeren Händen aus Lauter heimgefahren. Denn die Heimelf drehte ihren Rückstand und ging in der Nachspielzeit sogar in Führung. Aber Johannes Landgraf sorgte mit seinem Tor in der 94. dafür, dass Ebing weiterhin ungeschlagen ist.

Die Einordnung fällt dem Ebinger Spielertrainer Dominik Stöhr nach der Partie noch immer etwas schwer. Verständlich. Denn nach einer 3:0-Führung, für die bis zur 17. Minute Max Schneiderbanger, Johannes Landgraf und Marco Hubatschek sorgten, wäre die Partie fast noch verloren gegangen. Denn noch vor der Pause verkürzte Dennis Lang. Nach einer Stunde erzielte Christoph Schmitt das 2:3 und als erneut Dennis Lang traf, war die Partie eine Viertelstunde vor dem Ende wieder ausgeglichen. In der Nachspielzeit sorgte Lukas Schöpplein dann sogar für die 4:3- Führung für Lauter. Dass es zumindest dann noch ein Punkt für die Gäste wurde, dafür sorgte Johannes Landgraf mit seinem zweiten Treffer in der Partie, als er - von Peter Büttner mit der Hacke eingesetzt - den Ball in den Winkel jagte.

"Wir waren über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft" "

Das war heute keine gute Leistung von uns!", gibt Dominik Stöhr zu. "Wir warenüber 90 Minuten die schlechtere Mannschaft." Trotzdem führte seine Elf früh und deutlich. "Das war aber fast ausschließlich den Fehlern des Gegners geschuldet.", so der Trainer. "Danach haben wir gedacht, es geht von alleine. Das ist nach unserer Serie vielleicht menschlich, aber es ist eben auch gefährlich." Und wurde an diesem Tag bestraft. "Wir kassieren dann noch eine unnötige Zehn-Minuten-Strafe und haben nach dem 1:3 Glück, dass wir nicht gleich noch eines oder zwei fangen. Da bin ich dann in der Halbzeit etwas lauter geworden." Dennoch: die SpVgg Lauter glich danach nicht nur aus...

Johannes Landgraf mit der Antwort"

Der Schiri hat drei Minuten angezeigt, da haben wir die Gelegenheit, das vierte Tor zu machen. Aber die Lauterer haben die Situation wegverteidigt und sind nacheinem überragenden Konter über Spath, Ribeiro und Schöpplein in Führung gegangen. Durch den Jubel etc. packte der Schiri noch eine Minute drauf. Jo Landgrafging mit nach vorne und nach einem langen Ball, den Peter Büttner festmachte und mit der Hacke ablegte, sorgte Jo mit einem Strich in den Winkel zumindest noch für den Ausgleich.", schildert Dominik Stöhr die noch aufregendere Nachspielzeit eines bereits aufregenden Spiels. "Das war wirklich ein emotionales Auf und Ab! Ich war richtig froh, als das Spiel aus war und wir noch einen Punkt hatten. Aber wie gesagt: Mit der Leistung und mit der Einstellung war ich heute überhaupt nicht zufrieden. Aber vielleicht war das ein blaues Auge und ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt.“, so der Coach, der mit seiner Elf noch immer ganz oben steht. "Lauter war allerdings heute auch wirklich stark, sie haben eine starke Achse und werden sicherlich nichtdauerhaft in der unteren Hälfte bleiben."

Topspiel der Woche: Lauter dreht Partie noch vor der Pause

Obwohl die Gäste besser in die Partie kamen und auch in Führung gingen, gewann die SpVgg Lauter ihr Kerwaspiel am Ende verdient mit 4:1. Wichtig war dabei sicherlich, dass vor 200 Zuschauern nicht nur vor der Pause der Ausgleich, sondern auch noch die Spieldrehung gelang.

Nach nur drei Punkten aus den ersten vier Partien lief die SpVgg Lauter ihren Ansprüchen vor dem Spiel hinterher - und so wollte das Team um Spielertrainer Dinis Ribeiro insbesondere an der Lauterer Kerwa "den Bock umstoßen!" Aufsteiger Reckendorf/Gerach brachte einen starken Saisonstart und bereits zehn Punkte mit nach Lauter. Da sollten, wenn es nach Trainer Yannick Ammon ging, weitere folgen. Und zwar über eine kompakte Defensive, die die Räume immer wieder eng macht und über schnelles Umschalten nach vorne.

Die SG kommt besser in die Partie

Von Beginn an hatte die SpVgg Lauter zwar etwas mehr Ballbesitz - aber das gefährlichere Team war der Aufsteiger. Denn schon nach drei Minuten musste Marco Auer einen Abschluss von Jan Hegenwald über die Querlatte lenken. Und nach einem schnell vorgetragenen Angriff über Marcel Hofmann und Jan Hegewald wurde Kapitän Dominik Polak in höchster Not gerade noch gestoppt. Reckendorf/Gerach hielt das Spielfeld durch die geringen Abstände zwischen den Ketten sehr eng und schaltete nach vorne immer wieder wieder schnell um. Ein guter Auftritt der Gäste bis dahin, die nach hinten wenig zuließen und nach vorne nach 22 Minuten fast endgültig gestochen hätten. Jan Hegenwald ging über rechts in den Strafraum und als man schon dachte, er hätte den Zeitpunkt des Abschlusses verpasst, zog er doch noch aus 14 Metern ab. Der Ball wäre genau neben dem Pfosten eingeschlagen, aber Marco Auer tauchte ab und kratzte den Ball noch aus der Ecke! Sehr starke Parade! In der Trinkpause sortierten sich die Lauterer dann - und waren nach vorne plötzlich viel zwingender. Mehr Bewegung mit und ohne Ball und die - kurzen und weiten - Anspiele kamen deutlich genauer. So schickte Johannes Spath punktgenau Christoph Schmitt auf die Reise - aber der sehr sichere SG-Keeper Lukas Pflaum verkürzte den Winkel und klärte im Eins-gegen-Eins. Kurz darauf sogar eine Dreifach-Chance: Zunächst wurde der Abschluss von Schmitt geblockt, vor dem auf den Nachschuss lauernden Ribeiro faustete Keeper Pflaum den Ball weg - und den fasste dann Lukas Schöpplein ab, aber für seinen schon geschlagenen Keeper klärte ein Verteidiger auf der Linie. Aber Lauter war jetzt voll drin. Und nach einem schönen Angriff über Spath und Lorber, musste Gäste-Innenverteidiger Johannes Dettelbacher den Ribeiro-Abschluss aus kurzer Distanz klären. In der 34. Minute kassierten die längst und gut im Spiel angekommenen Lauterer dennoch das 0:1. Einen sehenswerten Angriff über die rechte Seite schloss im Zentrum Dennis Gerigk zur Gästeführung ab. Die hielt aber nicht lange - weil der ansonsten zuverlässige Johannes Dettelbacher eine scharfe Hereingabe unglücklich ins eigene Tor lenkte. Aber es kam noch dicker für die SG. Schon in der Nachspielzeit des ersten Durchganges spielte Marc Helmschrott einen tollen Diagonalball auf Dinis Ribeiro, der nahm den Ball stark herunter, legte quer auf den im Zentrum mitgelaufenen Christoph Schmitt, der ihn aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Lauter verdient sich den Heimsieg in Halbzeit zwei

Nach einem ersten Durchgang, in dem zunächst Reckendorf/Gerach und dann Lauter gute Chancen hatten, kippte die Waage im zweiten klar in Richtung der Heimelf. Die Lauterer machten früh Druck und tauchten gleich zwei, drei Malgefährlich im und am Strafraum der SG auf, aber die vielbeinige Abwehr blockte oder Torwart Pflaum hielt, wie gegen Johannes Spath und dann gegen Dinis Ribeiro. Dazu kam ihm nach seiner einzigen Unsicherheit und nach einem Kopfball von Christian Auer die Querlatte zu Hilfe. Die SG brauchte eine Viertelstunde, um sich einmal geordnet befreien zu können. Bei einem Gegenstoß über Sebastian Seelmann setzte Dennis Gerigk den Ball direkt drüber. Ansonsten machte Lauter nun weiter Druck und profitierte dabei auch von den größeren Räumen, die sich boten, weil die SG in Richtung Spielende mehr Risiko gehen musste. Und nach einer Zehn-Minuten-Strafe gegen Dominik Polak auch in Unterzahl war. Schrecksekunde dann eine Viertelstunde vor Schluss, als nach einem Konter Keeper Lukas Pflaum den durch gebrochenen Christoph Schmitt von den Beinen holte. Schiri Fabio Hauptentschied zu Recht auf Elfmeter - und zückte die Rote Karte. Diese harte Entscheidung im Sinne der Doppel- bzw. Dreifachbestrafung revidierte er kurzdarauf und wandelte die Rote in eine Gelbe Karte um. Was auch absolut vertretbar war. Schließlich ging Keeper Pflaum klar nach dem Ball und kam halt einen Tick zu spät. Zudem fand das Foul im Sechzehner statt und zog einen Strafstoß nach sich. So durfte Pflaum im Kasten bleiben, hatte aber keine Chance beim sichergetretenen Elfer von Marc Helmschrott. Damit war die Partie entschieden. Kurz vor Schluss legte die Heimelf noch einmal nach und nach einem Querpass von Jannik Lorber schloss Dennis Lang im Zentrum sicher zum 4:1 ab.

Klare Lauterer Leistungssteigerung

Die Gäste von der SG Reckendorf/Gerach kamen gut ins Spiel. Sie standen kompakt, machten die Räume eng und schalteten immer wieder schnell um. Und hätten schon früher in Führung gehen können. Der Knackpunkt war sicherlich, dass sie ihr0:1 oder zumindest einen Punkt nicht mit in die Kabinen nehmen konnten. Im Gegenteil, zu Pause lagen sie hinten. Das lag aber auch daran, dass die Lauterer aber Trinkpause deutlich stärker wurden und in Durchgang zwei nochmal zulegten, was die defensive Kompaktheit und den Zug nach vorne betrifft. So war es am Ende ein verdienter Sieg, der vielleicht ein Tor zu hoch ausfiel.

STIMMEN ZUM SPIEL

Dinis Ribeiro(Spielertrainer Spvgg. Lauter)"In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Räume und bis zur Trinkpause auch zu viele Chancen zugelassen. Dann sind wir besser reingekommen und haben uns selbst viele Chancen erarbeitet. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns. Ich bin stolz auf die Jungs und froh, dass wir den Bockumgestoßen haben. Wir wollen jetzt den Schwung mitnehmen und in die Spurkommen. Aber erstmal feiern wir heute die Kerwa anständig."

Yannick Ammon(Trainer SG Reckendorf/Gerach)"Wir sind gut reingekommen in die Partie und hatten in den ersten 20 bis30 Minuten Oberwasser, haben nichts zugelassen und selbst gute Chancen. Nach und nach haben wir dann den Zugriff verloren und haben die guten Diagonalbälle der Lauterer nicht mehr so gut verteidigt. Im zweiten Durchgang war Lauter dann stärker, während wir kaum mehr spielerische Lösungen gefunden haben. Deshalb geht der Sieg der SpVgg auch in Ordnung. Glückwunsch!"

Stefan Meinert(Verletzter Spielführer Reckend./Gerach)"Ich denke, in der ersten Halbzeit war es ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, mit leichten Vorteilen für uns. Dazu hatten wir ein Chancenplus. Wir hätten zumindest mit einem Unentschieden in die Kabinen gehen müssen. So war Lauter dann in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und hat auch verdient gewonnen. Respekt an dieser Stelle an den Lauterer Stefan Helmschrott, der bei der Aktion rund um die zunächst Rote Karte zur Aufklärung beigetragen hat!

AUFGEBOT/SPIELSTENOGRAMM

SpVgg LauterAuer M. 1,7Auer C. 2,3Helmschrott 1,7Helmschrott S. 2,3Leibrant A. 3,2Zellmann 2,5Lorber 2,3Schmitt C. 2,3Spath J. 1,5Schöpplein 2,9Ribeiro 2,3 / EckertLeibrant D.Müller A. (89.), Martin 2,6 (20.), Hertlein K. (85.), Lang D. 2,5 (71.)

(SG) Reckendorf/GerachPflaum 2,5Dettelbacher Jon. 2,8Dettelbacher Joh. 2,3Schwarz 2,5Schley 2,8Hegenwald J. 2,5Gerigk 2,5Fröhlich 2,5Polak D. 2,3Arndt 2,8Hofmann 3,3 / Schmidt I.SchützMüller Man.Emig J.Seelmann S. (46.), Häfner N. (85.)

Tore: 0:1 Gerigk (34., Polak D.), 1:1 Eigentor (36., Lorber), 2:1 Schmitt C. (45., Ribeiro), 3:1 Helmschrott, Foulelfmeter (77., Schmitt C.), 4:1 Lang D. (89., Lorber)

Gelbe Karten: Lorber - Foulspiel (45.) / Schwarz - Handspiel (44.), Polak D. - Meckern (65.), Pflaum - Foulspiel (74.) | Zeitstrafen: - / Schwarz - Foulspiel (68.)

Zuschauer: 200 | Schiedsrichter: Fabio Haupt (SpVgg Rattelsdorf e.V.)